Bad Driburg (red). In Bad Driburg entsteht mit dem Wohnhaus Eggeland ein Projekt für inklusives Wohnen, das Selbstständigkeit, Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbinden soll. Die SozialstiftungNRW unterstützt die Lebenshilfe Brakel Wohnen Bildung Freizeit gGmbH mit einer Förderung in Höhe von 40.000 Euro. Das Geld ist für die Ausstattung von acht Einzelappartements sowie eines Gemeinschaftsraums vorgesehen.
Förderbescheid für das Wohnhaus Eggeland übergeben
Bei der Übergabe des Förderbescheids am Mittwoch hob Marco Schmitz, MdL und Vorsitzender des Stiftungsrates, die Bedeutung des Projekts hervor: „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie Inklusion im Alltag gelingen kann. Durch die gezielte Förderung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, erklärte Schmitz.
Mit den Mitteln sollen acht Einzelappartements mit Küchen ausgestattet werden. Außerdem wird ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Mobiliar eingerichtet. Bereits der Erwerb des Grundstücks war durch die SozialstiftungNRW mit 52.300 Euro gefördert worden.
Inklusive Hausgemeinschaft mit zehn Appartements
Das Wohnprojekt umfasst insgesamt zehn Einzelappartements. Acht Wohnungen werden an Menschen mit Behinderung vermietet, die ambulant betreut werden. Zwei weitere Appartements sind für junge Erwachsene vorgesehen, etwa Studierende oder Auszubildende, die Anspruch auf Wohngeld haben. Auf diese Weise soll eine inklusive Hausgemeinschaft entstehen, in der unterschiedliche Lebensrealitäten zusammenkommen.
Die Appartements verfügen jeweils über einen großzügig angelegten Wohn- und Schlafbereich, eine abgetrennte Küche, ein Badezimmer, einen Abstellraum sowie eine kleine Loggia. Die Küchen werden auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmt. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Kühl-Gefrierkombination, ein Backofen, ein Kochfeld, eine Mikrowelle und ein Geschirrspüler. Dadurch soll selbstständiges Wohnen im Alltag erleichtert und die Haushaltsführung gestärkt werden.
Gemeinschaftsraum als Ort der Begegnung
Neben den Appartements steht auch der Gemeinschaftsraum im Mittelpunkt der Förderung. Er wird unter anderem mit einem Sofa sowie einer voll ausgestatteten Küche eingerichtet. Der Raum soll als zentraler Treffpunkt dienen, an dem die Bewohnerinnen und Bewohner miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsame Aktivitäten planen, soziale Kontakte knüpfen und zusammen kochen können.
Die gemeinschaftlichen Angebote sollen das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und soziale Bindungen fördern. Gleichzeitig entsteht ein Ort, an dem Begegnung und gegenseitige Unterstützung im Alltag möglich werden. „Mit der Unterstützung der SozialstiftungNRW können wir die Einzelappartements unseres Neubaus in Bad Driburg so ausstatten, dass Menschen mit Unterstützungsbedarf dort wirklich ankommen und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Dafür sind wir der SozialstiftungNRW sehr dankbar“, betont Jerome Major, Geschäftsführer der Lebenshilfe Brakel Wohnen Bildung Freizeit gGmbH.
SozialstiftungNRW fördert soziale Projekte
Die SozialstiftungNRW, gesetzlich Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie wurde 1974 als Sozialstiftung gegründet. Nach eigenen Angaben erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus Lotterie- und Wetteinnahmen.
Mit diesen Mitteln werden soziale Projekte gemeinnütziger Träger der freien Wohlfahrtspflege gefördert. Bis heute hat die Stiftung rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat.