Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Montag, 22. Juli 2019 10:04 Uhr
Heißes Rennen: Mehr als 100 Teilnehmer beim achten Weserbergpreis-Revival in Ottbergen +++ mit großer Bildergalerie +++
Montag, 22. Juli 2019 09:53 Uhr

Kreis Höxter (red). Kneipe in Gefahr: Innerhalb von zehn Jahren haben 71 Gastro-Betriebe im Kreis Höxter geschlossen. Zwischen 2007 und 2017 hat damit jede vierte Gaststätte, Kneipe oder Eisdiele zugemacht. Zuletzt zählte der Kreis noch 189 gastronomische Betriebe, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilt. Die NGG Detmold-Paderborn beruft sich hierbei auf Zahlen des Statistischen Landesamts – und warnt vor einem weiteren Kneipensterben. „Vom Fußballabend in der Bar bis zum Grünkohlessen mit dem Sportverein – die Gastronomie steht für ein Stück Lebensqualität“, sagt NGG-Geschäftsführer Armin Wiese. Mit den Betriebsschließungen stehe nicht nur ein wichtiger Teil der Alltagskultur auf dem Spiel. Es seien auch etliche Arbeitsplätze in der Region in Gefahr.

Wiese macht für den Trend unter anderem die harten Arbeitsbedingungen in der Branche verantwortlich. „Nachts und am Wochenende hinterm Tresen zu stehen, das wollen viele nicht mehr. Deshalb hat die Branche schon heute mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen“, so der Gewerkschafter. Ein entscheidendes Mittel gegen das „Gastro-Sterben“ sei deshalb, die Branche bei Löhnen und Arbeitsbedingungen attraktiver zu machen. Mit einem Tarifvertrag, der NRW-weit für alle Restaurants und Gaststätten gilt, habe man hier „einen wichtigen Schritt“ gemacht. Allerdings müssten sich noch viel mehr Gastronomen daran halten.

Aber auch den Wirten selbst fehle oft ein Nachfolger, um den Betrieb weiterzuführen, so Wiese. „Außerdem müssen sich die Gastronomen gegen Pleiten absichern. Dazu gehört das nötige betriebswirtschaftliche Know-how. Genauso aber originelle Ideen, wie man eine Gaststätte zum Treffpunkt für junge Leute macht.“ Die Gewerkschaft NGG sieht dabei auch die Verbraucher in der Verantwortung. „Statt das Feierabendbier zuhause zu trinken, kann man einfach mal wieder in die Kneipe gehen. Das macht Spaß und ist geselliger“, so Wiese weiter.

In ganz Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der Gastro-Betriebe nach Angaben des Statistischen Landesamtes seit 2007 um gut elf Prozent zurück. Von damals rund 28.000 Restaurants, Kneipen und Gaststätten waren im vorletzten Jahr nur noch 24.900 geöffnet.

Foto: NGG

Montag, 22. Juli 2019 09:42 Uhr

Bad Driburg (red). „Nicht nur reden, sondern auch handeln“ - unter diesem Motto fanden sich, am Samstag, dem 13. Juli 2019, dreizehn Jugendliche und junge Erwachsene zu einer gemeinschaftlichen Müllsammelaktion vor dem Driburger Spielplatz am Mühlrad zusammen. Die Gruppe freiwilliger Helfer setzte sich dabei aus Aktivisten der Fridays for Future (FfF) Ortsgruppe Bad Driburg, sowie aus Mitgliedern der Jungsozialisten des Kreises Höxter zusammen. Gemeinsam ein Zeichen setzen, gemeinsam aufzeigen was jeder leisten kann, um etwas für unseren Lebensraum und die Lebensqualität der Gemeinde zu tun, war der Leitgedanke.

Trotz des anhaltenden Regens gingen die Helfer vor Ort ans Werk und befreiten den Spielplatz an der Mühlenpforte, das Gelände des ehemaligen städtischen Gymnasiums, sowie den Stadtpark von Plastik und anderem Abfall. Im Stadtpark, besonders um die Sitzplätze, fanden sich geradezu erschreckende Mengen an Müll. Nach zwei Stunden der regen Fleißarbeit waren sieben Säcke Plastikmüll gesammelt,  und die Helfer im gleichen Maße erschrocken, als auch glücklich über den gesammelten Müll. Dank der Unterstützung des Bauhofes, wurde der Abfall am darauffolgenden Montag entsorgt.


Aktionen wie diese, unterstreichen die Bereitschaft der jungen Generation, trotz des lockenden Schützenfestes, etwas zum Erhalt der Natur beizutragen. Klimaschutz geht uns alle an, denn es ist nicht nur ein wirtschaftspolitisches, sondern auch ein soziales Thema. So möchten wir zusammen, mit gemeinschaftlichen Projekten wie diesen, die Allgemeinheit sensibilisieren und für den Dienst am Nächsten begeistern, so Duncan Froehlingsdorf. Ferner richtet er sich als Mitglied der Jungsozialisten und als Mitorganisator der Fridays for Future Demonstrationen in Bad Driburg mit der Bitte an die Bürgerinnen und Bürger, aktiv an weiteren Aktionen teilzunehmen. Der Vorsitzende des SPD-OV Bad Driburg, Detlef Gehle, bedankte sich vor Ort, und sicherte eine engere Zusammenarbeit zu.

Ein besonderer Dank gilt der engagierten Reporterin von Bad Driburg im Blick,  Beate Beck, die trotz ihrer eigentlichen Aufgabe der Berichterstattung, in ganz besonderem Maße zum Erfolg der Aktion beigetragen hat. Ferner danken wir den Jungsozialisten aus dem Kreisverband Höxter, sowie FfF und allen weiteren Helfern.

Foto: SPD

Samstag, 20. Juli 2019 12:00 Uhr

Höxter (red). Elisabeth Ahrens aus Holzminden ist 73 Jahre alt und leidet unter dem "Fibromyalgie-Syndrom": Das sind chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen. Oft sind Rücken, Arme und Beine betroffen. Von einer solchen Diagnose sprechen Schmerzmediziner erst, wenn weitere Symptome wie Steifigkeits- oder Schwellungsgefühle in Händen, Füßen oder im Gesicht hinzukommen, außerdem Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrations- und Schlafstörungen. Elisabeth Ahrens nimmt seit rund 15 Jahren starke Schmerzmedikamente. Um hier einmal andere Impulse zu bekommen, besuchte sie die Informationsveranstaltung der Klinik für Schmerzmedizin, die am Standort Brakel von Chefarzt Dr. Josef Nelles geleitet wird. 

Dorothea Dülberg, Klinische Musiktherapeutin, referierte zum Thema „Atmen – Hören – Fühlen“ und zu musiktherapeutischen Impulsen in der Schmerzbehandlung. In einem anschließenden Workshop bekamen die Zuhörer fühlbare Einblicke in die Konzeption klinischer Musiktherapie. "Ich möchte Schmerzpatienten die Bedeutung des Atems für ihre Selbstregulation näherbringen, außerdem den Einsatz der eigenen Stimme. Achtsamkeit für lauschendes Hören anstelle akustischer Reizüberflutung sowie die Wahrnehmung von Resonanzphänomenen sind für mich wichtige Punkte, um nach Innen zu horchen", sagt Dorothea Dülberg. 

Die Musiktherapie bietet Menschen mit neurologischen Erkrankungen eine einfühlsame Möglichkeit der emotional stabilisierenden und motivierenden Begleitung. Dazu benutzt Dorothea Dülberg beispielsweise eine Klangliege: Experten sprechen von vibro-akustischer Stimulierung, denn die besonders schwingungsreiche, vibrierende Liege lässt die Patienten auf angenehme Art bestimmte Körperteile spüren. 

Welche Bedeutung diese Phänomene bis in den Alltag haben, erschloss sich den Zuhören auch über kurze Reflexionen zur Sprache: die Redewendungen „eine zarte Saite haben“, „etwas als stimmig erleben“ oder „auf die Pauke hauen“  lösten unmittelbare Resonanzen aus. 

Zum Thema Schmerz und Spannung  referierte Dr. Renate Reicke, Oberärztin in der Klinik für Schmerzmedizin: "Der akute Schmerz hat eine Warnfunktion als Hinweis auf eine plötzlich eingetretene körperliche Beeinträchtigung", betont Reicke. Im Gegensatz dazu ist der chronische Schmerz eine eigenständige, multifaktorielle, unter anderem durch Spannung mit verursachte Erkrankung.

Spannung kann sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene entstehen. "Auch seelisch verursachte Spannung kann durch körperliche Symptome zum Ausdruck kommen", sagt Reicke.

Mit regelmäßiger angepasster körperlicher Aktivität und Entspannungsübungen können Patienten eigenständig Einfluss auf ihre Spannung und den Schmerz nehmen. Auf der therapeutischen Ebene gebe es die Möglichkeit medikamentöser Behandlungsansätze. "Daneben sind diverse Verfahren zur Spannungsregulation wie zum Beispiel Krankengymnastik, Rehasport, Funktionstraining, Osteopathie, Psychotherapie, Hypnose und Musiktherapie eine Option", so Reicke. 

Psychologin Klara Große-Bölting, die ebenfalls zum Team von Dr. Josef Nelles gehört, widmete sich dem Thema Schlafstörungen: Davon sind 10 Prozent aller Menschen betroffen. Besonders betroffen sind jedoch Personen mit chronischen Schmerzen: In dieser Gruppe leiden bis zu 80% unter einem gestörten Schlaf.

Es gibt viele Mythen, die darum kreisen, wie guter Schlaf aussehen sollte: zum Beispiel, dass acht Stunden Schlaf ideal seien oder aber der Schlaf vor Mitternacht besonders erholsam sei. Klara Große-Bölting: "Tatsächlich sind viele dieser Mythen wissenschaftlich längst überholt. Zu wissen, was beim Schlafen tatsächlich passiert, kann helfen, Schlafstörungen erfolgreich zu begegnen." 

Parallel zu den Referaten fanden kurze Workshops statt, in denen die Teilnehmer praktische Übungen zur Entspannung, Achtsamkeit, Musiktherapie sowie Körperhaltung und Koordination durchführen konnten.

Foto: KHWE

 

Samstag, 20. Juli 2019 11:57 Uhr

Detmold (red). Beim Zeugnistelefon der Bezirksregierung Detmold zum Ende des Schuljahres 2018/2019 haben sich insgesamt etwa 100 Anrufer gemeldet. Überwiegend Eltern nutzten das Angebot, Anrufe von Schülerinnen und Schülern waren selten. Die telefonische Rechtsberatung für Fragen zu Noten und zur Schullaufbahn war an drei Tagen geschaltet. Die Mitarbeiter des Schulrechtsbereichs sind jedoch auch regulär für Auskünfte erreichbar.

Mehr als 30 Anrufe pro Tag sind bei den fünf Mitarbeitern des Zeugnistelefons eingegangen. „Die Resonanz auf das Zeugnistelefon ist schon seit Jahren unverändert gut“, sagt Christine Tellbüscher-Beckfeld, Dezernentin für Schulrecht und Schulverwaltung. Auch im vergangenen Jahr hatten circa 100 Anrufer das Angebot der Bezirksregierung genutzt.

Zahlreiche Fragen beim Zeugnistelefon kreisten um die Benotung. Aber auch um Versetzungsentscheidungen und hier insbesondere um die sogenannten blauen Briefe ging es in den Gesprächen. Weitere Schwerpunkte bildeten Fragen zu Fehlstunden, Bemerkungen auf Zeugnissen sowie Fragen zur schulischen Laufbahn oder zu den Möglichkeiten der beruflichen Bildung.

Bei strittigen Fällen rät die Bezirksregierung den Anrufern stets, zunächst mit den Verantwortlichen der jeweiligen Schule zu sprechen. Führt dies zu keiner Lösung, kann eine Beschwerde, beispielsweise gegen eine Zensur, bei der Schule eingelegt werden. Bei Fragen zur schulischen Laufbahn ist immer der einzelne Fall ausschlaggebend. So spielt es zum Beispiel eine Rolle, welches berufliche Ziel verfolgt und inwieweit dabei ein höherer Schulabschluss oder ein direkter Einstieg in die Praxis angestrebt wird.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten ganzjährig Fragen zu Noten und zur Schullaufbahn in der Sekundarstufe I und II. Zu den Halbjahres- und Jahresabschlusszeugnissen kommen aber besonders viele Fragen auf. Daher bieten wir in diesem Zeitraum zusätzlich das Zeugnistelefon an“, berichtet Tellbüscher-Beckfeld. Dieses Angebot der Bezirksregierung Detmold gibt es in dieser Form seit 1999.

Über die Rechtsberatung der Bezirksregierung Detmold hinaus können sich Schülerinnen und Schüler bei Nöten und Ängsten an die schulpsychologischen Beratungsstellen der Kreisverwaltungen wenden. Im Internet gibt es dazu Informationen unter www.schulpsychologie.de (Menü “Schulpsychologische Beratungsstellen in Deutschland/NRW/Regierungsbezirk Detmold“).

Blaulicht
Sonntag, 21. Juli 2019 10:38 Uhr
Fahren unter Drogeneinfluss
Donnerstag, 18. Juli 2019 14:51 Uhr

Bad Driburg (red).  Eine 19-Jährige aus Brakel wird in Bad Driburg und Umgebung gesucht. Am Donnerstag, 18. Juli, verließ sie gegen 11.40 Uhr ein Krankenhaus in der Elmarstraße in Bad Driburg. Seitdem gilt sie als Vermisst. Beschrieben wird sie als 1,67 Meter groß, kräftige Figur, kurze blonde Haare (Bob). Sie trägt eine hautfarbene Hose mit Blumenmuster und ein helles Oberteil. Sie hatte das Krankenhaus zu Fuß stadtauswärts verlassen, womöglich ist sie den Fußweg Richtung Wasserwerk gegangen. Suchmaßnahmen von Polizei und Rettungskräften sind angelaufen. Hinweise bitte an die Polizei in Höxter unter Telefon 05271/962-0.

Update: Die vermisste 19-Jährige in Bad Driburg ist wieder zurück. Eine Spaziergängerin fand sie am Nachmittag wohlbehalten am Ortsrand von Bad Driburg.

Mittwoch, 17. Juli 2019 15:37 Uhr

Dringenberg (red). Schock in den Nachmittagsstunden: In einer Scheune in Bad Driburg-Dringenberg musste ein Landwirt am Dienstagnachmittag eine grausame Entdeckung machen. Er fand eine teilweise verweste Leiche, die dort schon bereits seit Wochen oder Monaten gelegen haben muss. Um wen es sich dabei handelt, kann die Polizei nicht sagen. Ausgeschlossen ist jedoch, dass es sich bei der Leiche um die seit Wochen vermisste Frau aus Brakel-Siddessen handelt. Es soll sich laut Polizeiangaben sehr wahrscheinlich um eine männliche verstorbene Person handeln. Vermutungen zur Identität der Person gäbe es zwar, die seien aber noch vage, so die Polizei. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Am Freitag soll die Identität mittels einer Obduktion erfolgen, die auch mit einer DNA-Analyse einhergeht. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es bislang nicht, ausgeschlossen werden könne das jedoch nicht, so die Polizei.

Foto: Symbolfoto

Donnerstag, 11. Juli 2019 11:25 Uhr

Brakel (red). Nach dem Einbruch in eine Bäckerei in der Industriestraße in Brakel am 10. Juli, sind der Polizei Höxter zwei weitere Einbrüche in Brakel angezeigt worden, die sich im selben Tatzeitraum zwischen Dienstag, 9. Juli, nach 17.30 Uhr, und Mittwoch, 10. Juli, vor 8.30 Uhr, ereignet haben. Unbekannte Täter versuchten, mit hoher Gewalt in ein Vereinsgebäude im Industriegebiet Rieseler Feld einzubrechen. Sie scheiterten an den massiv gesicherten Fenster und Türen und entfernten sich ohne Beute, der Sachschaden ist mit rund 2.500 Euro jedoch beträchtlich. Außerdem drangen unbekannte Täter gewaltsam in ein Versicherungsbüro an der Warburger Straße ein. Hier erbeuteten sie Bargeld in noch unbekannter Höhe und verursachten durch den Einbruch hohen Sachschaden an den Eingangstüren. Die Polizei in Höxter bittet um Hinweise unter Telefon 05271/962-0.

Dienstag, 09. Juli 2019 05:55 Uhr

Brakel-Hampenhausen (red). Am Montag, den 8. Juli, gegen 16.08 Uhr, wurde der Polizei durch die Feuerwehrzentrale ein Unfall mit Personenschaden in Hampenhausen gemeldet. Bei dem Unfall war ein 84-jähriger Fahrzeugführer mit seinem Pkw auf einem Wirtschaftsweg aus bislang noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug legte in dem angrenzenden Maisfeld noch circa 80 Meter zurück, bevor es zum Stillstand kam. Die ebenfalls an Bord befindliche 54-jährige Tochter des Fahrers wurde nicht verletzt. Der Fahrer war jedoch so schwer verletzt, dass er mittels eines Rettungshubschraubers in das Klinikum Kassel geflogen wurde. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit (Totalschaden) und musste abgeschleppt werden. Zu Verkehrsbehinderungen kam es nicht. Der Sachschaden wird auf etwa 1100 Euro geschätzt.

Foto: Symbolfoto

Politik
Montag, 22. Juli 2019 10:06 Uhr
Ministerin Scharrenbach: Bewahren, stärken, gestalten – Landesregierung fördert mit Dorferneuerungsprogramm 282 Projekte in 129 Gemeinden
Montag, 15. Juli 2019 10:01 Uhr

Brakel/Berlin (red). Der Wolf ist zurück in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 ist die Population auf nunmehr 60 Rudel und 600 Tiere angewachsen. Tendenz steigend. Was einen großen Erfolg für den Artenschutz bedeutet, stellt die Halter von Weidetieren vor neue Herausforderungen. Vor allem die Weidetierhalter ohne eigenes Land sind betroffen: „Uns war es daher wichtig bei dieser Entwicklung die Weidetierhalter ohne eigenes Land nicht zu vergessen. Wir haben uns als zuständige Haushaltspolitiker für den Bereich Landwirtschaft dafür eingesetzt, dass Haushaltsmittel für ein Bundesprogramm Wolf zur Verfügung gestellt werden“, so die Bundestagsabgeordneten Christian Haase (CDU) und Ulrich Freese (SPD). Das Bundesprogramm, dessen Fördervolumen 1,05 Mio. € beträgt, hat zum Ziel, Wanderschäfer mit geringen oder keinen direktzahlungsberechtigten Flächen bei Maßnahmen zum Schutz der Herden vor dem Wolf finanziell zu unterstützen. Die Förderung soll dazu verwendet werden, um finanzielle Mehraufwendungen der Wanderschäfer für den Herdenschutz vor Wolfsübergriffen aufzufangen. Weidetierhalter mit eigenem Land können unabhängig von diesem Programm über die GAK-Förderung der Länder Fördermittel beantragen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) übernimmt die Abwicklung des Programms. Anträge können bis Ende August gestellt werden. Alle Infos finden Sie unter www.ble.de

Montag, 15. Juli 2019 09:47 Uhr

Kreis Höxter (red). „Die flächendeckende Bereitstellung eines Angebots der Anonymen/Vertraulichen Spurensicherung scheitert häufig an finanziellen Barrieren. Ein Kernelement ist hierbei die fehlende Finanzierung ärztlicher Leistungen im Zusammenhang mit der Befunddokumentation und der erforderlichen Laboruntersuchungen. Die Frauen Union Nordrhein-Westfalen fordert, die bestehende Lücke zur Refinanzierung von ärztlichen und/oder labortechnischen Leistungen im Zusammenhang mit der anonymen/vertraulichen Sicherung von Spuren bei Opfern von Gewalt endlich zu schließen.“, so Viola Wellsow, Vorsitzende der Frauen Union Kreis Höxter.+

Die Frauen Union der CDU Nordrhein-Westfalen wird nun auf der Bundesebene aktiv: Ein entsprechender Antrag wird auf der Bundestagung der Frauen Union Deutschlands Mitte September 2019 gestellt. Erfahrungen von Frauenhilfeeinrichtungen belegen, dass insbesondere von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen nach einer erlittenen Gewalttat häufig nicht in der Lage sind, sich an die Polizei zu wenden, um die Tat anzuzeigen. Ohne Strafanzeige jedoch werden Tatspuren im Regelfall nicht gesichert und stehen damit bei einem zukünftigen Strafverfahren nicht als Beweismittel zur Verfügung. Allein die mündliche Aussage der Opferzeugin ist mangels weiterer Beweismittel für eine Anklageerhebung oft nicht ausreichend.

Die Anonyme/Vertrauliche Spurensicherung ist ein Verfahren, das Opfern im direkten Anschluss an die Gewalttat ermöglichen soll, Tatspuren für ein mögliches späteres Strafverfahren zu sichern. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt für die flächendeckende Umsetzung der Anonymen Spurensicherung (ASS) jährlich 400.000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommt in diesem Jahr das Anschaffen einheitlicher Spurensicherungstests, womit die CDU/FDP-geführte Landesregierung einen lange vorgetragenen Kritikpunkt ausräumt. Im Landeshaushalt haben die regierungstragenden Fraktionen von CDU und FDP dafür zusätzlich 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Bei den Maßnahmen zur ASS handelt es sich nicht um eine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Daher dürfen die Krankenkassen weder die Kosten für die ärztlichen und labortechnischen Leistungen im Zusammenhang mit der ASS noch für die Spurensicherungssets übernehmen.

Foto: Frauen Union

Wirtschaft
Montag, 22. Juli 2019 12:46 Uhr
NGG rät: Noch bis Ende Juli rückwirkend Lohn-Plus sichern - Bis zu 650 Euro mehr für Bäcker-Azubis im Kreis Höxter
Montag, 15. Juli 2019 12:00 Uhr

Brakel-Bökendorf (red). Für ihr Engagement gab es nur Superlative: freundlich, geduldig, unvoreingenommen, erfolgreich, vorbildlich. Nach 45 Berufsjahren wurde die Einrichtungsleiterin des St. Josef Seniorenhauses Bökendorf, Annemarie Höke, in den Ruhestand verabschiedet. Annemarie Höke gehörte 1974 zu den ersten Schülerinnen der ein Jahr zuvor gegründeten Krankenpflegeschule, die damals noch in den Räumen der Landwirtschaftsschule am Feuerteich ihren Standort hatte. Nach dem Examen und einer kurzen Zwischenstation in Dortmund kehrte die gebürtige Reelsenerin in den Kreis Höxter zurück, zunächst als Krankenschwester in der Klinik für Innere Medizin am St. Vincenz Hospital. Dort war bis zu seinem Ruhestand auch Ehemann Karl-Heinz Höke als Krankenpfleger tätig. Während der Familienphase, das Ehepaar Höke hat vier Töchter und inzwischen acht Enkelkinder, arbeitete Annemarie Höke in Teilzeit im St. Josef Seniorenhaus.

Diese Einrichtung ließ sie nicht mehr los. Nach einer Weiterbildung übernahm sie die Funktion der Pflegedienstleiterin und wurde 2011 schließlich Einrichtungsleiterin. In die Wirkungszeit von Annemarie Höke fiel der von ihr maßgeblich organisierte Auf- und Ausbau der Tagespflege, sowie zahlreiche bauliche Umgestaltungen, nach deren Fertigstellung das St. Josef Seniorenhaus zu den modernsten und leistungsstarken Einrichtungen der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) zählt. Ihrem Einsatz ist die stete Vollbelegung und die wirtschaftliche Stabilität des Hauses zu verdanken. Zu ihrem Abschied, der zunächst die Ruhephase der Altersteilzeit bis zum endgültigen Renteneintritt im kommenden Jahr einschließt, wurde Annemarie Höke im Kreise zahlreicher Kolleginnen und Kollegen und ihrer Familie von Pfarrer Wilhelm Koch in einem Festgottesdienst geehrt. KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes würdigte Hökes herausragende Leistung und dankte im Namen der Unternehmensleitung mit einem Abschiedsgeschenk.

Foto: KHWE

Freitag, 12. Juli 2019 10:23 Uhr

Kreis Höxter (red). Der Hochstift-Berufemarkt wird durch die Ausbildungsmesse STEP 1 für den Kreis Höxter abgelöst und bringt in einer neuen Form Ausbildungsbetriebe und Schüler persönlich zusammen. Die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb der Berufsfindung und der Ausbildung in den unterschiedlichen Berufen stehen im Focus. Die Förderer der STEP 1, das sind die Agentur für Arbeit, IHK Ostwestfalen Zweigstelle Paderborn + Höxter, Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, sowie der Kreis Höxter und das Schulamt für den Kreis Höxter bieten mit der STEP 1 vom 19. bis 21. September 2019 eine innovative Plattform zur Gewinnung von Auszubildenden im Kreis Höxter.

Die Ausbildungsbetriebe treffen hier die Schülerinnen und Schüler und kommen mit den jungen Menschen persönlich ins Gespräch. Um die Fachkräfte von morgen zu gewinnen, stellen sie ihre Ausbildungsschwerpunkte und die Einstiegsmöglichkeiten in ihrem Unternehmen vor. Ausbildungsstellen und Praktikumsplätze können angeboten werden, um den Kontakt weiter aufzubauen.

Die Veranstalter laden alle interessierten Unternehmen ein, mit einem erfolgreichen und professionellen Messeauftritt auf der STEP 1 wirksam dem Fachkräftemangel entgegen zu treten. STEP 1 - Die Ausbildungsmesse im Kreis Höxter spricht alle Schüler ab Jahrgang 9 an und erwartet den Besuch von ca. 2.500 Schüler im Messegelände Kolping-Berufsbildungswerk Brakel. Im Rahmen der schulischen Berufsorientierung werden die Schüler gezielt auf den Messebesuch vorbereitet. Mit neuen und zeitgemäßen Arbeitsmaterialien und Medien wird das Interesse der Schüler erreicht und sie werden auch während des Messebesuchs intensiv eingebunden und motiviert. Die Abgangsklassen 10 und 12 /13 stehen im besonderen Focus, denn diese Zielgruppe stellt für die Besetzung der Ausbildungsstellen ein großes Potential dar.

Am dritten Messetag (Samstag) sind auch die Eltern der Schüler eingeladen, denn sie sind meist die wichtigsten Berater ihrer Kinder. Besonders interessierte Schüler werden diesen Tag für einen zweiten Messebesuch nutzen, um intensive Gespräche zu führen. Auch Schüler der weiterführenden Schulen sind eingeladen und werden die Messe zur weiteren Berufsorientierung und Bewerbung nutzen.

Zeitgemäße Marketingmaßnahmen, die die jungen Menschen auch wirklich erreichen, eine gezielte Vorbereitung in den Schulen, sowie die Besuche durch die Schulklassen aus der Region, bieten allen Ausbildungsbetrieben bei der STEP 1 die besten Rahmenbedingungen für die Kontaktaufnahme zu den zukünftigen Auszubildenden. Kontakt und weitere Informationen für interessierte Unternehmen unter: www.step1-ausbildungsmesse.de

Sport
Freitag, 19. Juli 2019 12:29 Uhr
Der TuS 13 Hembsen richtet das Nethepokalturnier 2019 aus
Dienstag, 16. Juli 2019 09:50 Uhr

Brakel (red). Die Biathlon-Deutschland-Tour  ist mit mehr als 70.000 Schnupperschützen und rund .9000 Wettkämpfern auf 130 Etappen seit 2015 der weltgrößte Volksbiathlon. In dieser Saison gastiert die Tour 2019  mit ihrer mobilen Biathlonarena erneut in 40 Städten und lädt alle Neugierigen zum Wettkampf in einer Sportart ein, die faszinierende Fähigkeiten erfordert, jedoch für fast alle Teilnehmer eine neue sportliche Erfahrung darstellt.

Mit der Etappe am 25. August von 11 bis 18 Uhr wird die Biathlon-Tour erstmals in Brakel als Lauf-Biathlon auf einem circa 200 Meter-Parcours auf dem Marktplatz mit bis zu 25 vierköpfigen Staffelteams stattfinden. Der Veranstalter, Brakels Stadtmarketing-Geschäftsführer, Peter Frischemeier, freut sich auf ein spaßig sportliches Kräftemessen der Sportvereine der Region und ebenso auf Unternehmensstaffeln, Familien- und Freundesteams. Die Anmeldung ist ausdrücklich auch den Gelegenheitssportlern vorbehalten. Entsprechend ist die Laufdistanz von ca. 1000 Meter pro Wettkämpfer moderat gewählt. Neben  Ehrenpreisen für die 5 Final-Staffeln und Erinnerungsmedaillen für jeden Wettkämpfer sticht ein Gewinn besonders hervor:  Der beste Biathlet des Tages  wird Ehrengast von Olympiasieger Fritz Fischer werden und ein einzigartiges Biathlonwochenende für zwei Personen im „Biathlon-Mekka“, Ruhpolding, gewinnen.

Ohne Munition, doch ein Knaller für alle Neugierigen

Den beliebtesten TV-Wintersport der Deutschen nun für Jedermann, ohne Schnee, ohne die Gefahren des Schießens, aber dennoch faszinierend authentisch in die Stadt zu bringen, darin liegt für Tourleiter Martin Bremer der besondere Anreiz zur stetigen Verbesserungen der Etappen, die seit vier Jahren in 130 Städten viele Fans gewinnen konnte.

An fünf Stehendschieß-Plätzen, betreut Bremers inMOTION Agentur originale Biathlongewehre, die mit Infrarotschießtechnik ausgestattet sind und allen Wettkämpfern das gefahrlose Schießen ermöglichen.

Staffel-Challenge des Brakeler Citybiathlons: Modus und Anmeldung

Die Vereine, Unternehmen, Familien, Schulklassen und Institutionen aus Brakel und Umgebung sind eingeladen, mit Staffeln aus vier Personen an der Challenge teilzunehmen. Jeder Teilnehmer legt im Laufschritt die circa 400 Meter-Strecke (2 x 200 Meter) auf dem Marktplatz zurück bevor das Liegendschießen mit 5 Schüssen ansteht. Für jeden Fehlschuss läuft der Schütze eine circa 50 Meter kurze Strafrunde. Es folgt der 2. Laufabschnitt über 400 Meter und das Stehendschießen mit fünf Schüssen. Bei Fehlschüssen sind noch Strafrunden zu absolvieren sowie eine Schlussrunde von 200 Meter, bevor die Übergabe an den Staffelkollegen im Start/Ziel-Bereich stattfindet. Geschossen wird aus 10 Meter Entfernung auf 45 Milimeter-Ziele.

Es ist ein Event mit jeder Menge Teamgeist, Spaß und toller Stimmung an dem JEDER ohne Vorkenntnisse teilnehmen kann! Übungsschießen für alle findet an der Biathlonarena am Eventtag von 11 bis 12.20 Uhr statt. In dieser Zeit können auch die Zuschauer mit Probeschüssen ihre Treffsicherheit testen. Um 12.20 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung des Citybiathlons  und um 12.30 Uhr kommt beim Kids-Biathlon mit 5 Teams erste Biathlonstimmung auf. Um 13 Uhr starten dann die ersten fünf der maximal 25 Jederfrau/-mann-Teams, die natürlich auch als Mixedstaffeln antreten können.

Die Sieger jedes Rennens erreichen das Finale um 16.40 Uhr. Die ersten 25 Anmeldungen erhalten die Startplätze. Die Anmeldungen ist jetzt für jeden HIER online möglich oder bei: Stadtmarketing Brakel, Peter Frischemeier, p.frischemeier@brakel.de Fon: 052 72 - 360 10 02

Foto: Biathlon-Deutschland-Tour

Mittwoch, 10. Juli 2019 12:24 Uhr

Brakel (red). Vom 5. bis 7. Juli veranstaltete der Reiterverein Nethegau Brakel sein traditionelles Sommerturnier auf der Reitanlage am Kaiserbrunnen. Der ehemalige Brakeler Reiter Matthias Gering, der nun schon seit 14 Jahren im Rheinland als Profi beheimatet ist, war bei seinem ehemaligen Heimatverein zu Besuch und konnte sein reiterliches Können unter Beweis stellen. So gewann er am Freitag bereits die Springpferdeprüfung Klasse L und sicherte sich am Samstag, sowohl im M*-Springen als auch in der Zwei-Phasen-Springprfg. Klasse S* den zweiten Platz. Seinen Erfolg konnte er am Sonntag mit dem Gewinn der Springprüfung Klasse S* noch toppen. In einem packenden Stechen setzte er sich gegen seine Vereinskollegin Viola Wilke durch. Erfolgreichste heimische Reiterin in dieser Prüfung war die 23jährige Anncatrin Redder von der RSG Eggeland Alhausen auf Platz 3, die leider einen Abwurf im Stechen hinnehmen musste.

Besonders stark präsentierte sich der vereinseigene Nachwuchs auf dem Sommerturnier. So konnte Dominik Krome mit seiner Stute Carica sowohl am Freitag die Stilspringprüfung Klasse A als auch am Sonntag die Springprfg. A** gewinnen. Damit war er erfolgreichster Jugendlicher Reiter des Reitervereins Brakel und durfte sich über Wanderehrenpokal der Familie von Menges freuen. Den Kreisjugendwettkampf, bei dem eine Stilspringprfg. Klasse E und ein eine E-Dressur geritten wurden, konnte das Team des gastgebenden Vereins für sich entscheiden. Unter der Leitung von Reitlehrer Eike Heise zeigten Kim Gronemeyer, Laurien Mikus-Homisse, Marie Blanke, Emma Antonia Dornieden , Franka Braunst und Wilhelm Diekmann tolle Leistungen und konnten sich gegen die Mannschaften des RV Dringenberg und die RSG Alhausen durchsetzen. 

Auch im Dressurviereck konnten erfolgreiche Ritte der heimischen Reiter und Reiterinnen verzeichnet werden. So konnte sich Irija Klotz vom RV Brakel Top-Platzierungen in den Prüfungen für junge Dressurpferde sichern. Beim Dressur-Nachwuchs konnten die Brakeler Reiter Emma Antonia Dornieden, Kim Gronemeyer und Moritz Linneweber die Richter mit sehr guten Leistungen überzeugen und setzen sich in der jeweiligen Prüfung an die Spitze. 

Ein weiteres Highlight des Turniers war die 2. Paddockparty , welche zugunsten des Projekts „Mathe, Englisch, Voltigieren…“ zusammen mit dem Lions-Club Brakel am Samstagabend stattfand. Die Schüler der Gesamtschule Brakel und der Adolf-Kolping-Förderschule konnten das bereits erlernte Können am Holzpferd und auf dem Schulpferd Lola vor Publikum demonstrieren. Anschließend wurde bei leckerem Essen, guter Musik und Cocktails ausgelassen bis in die Nacht gefeiert.

Foto: Reiterverein Nethegau Brakel

Panorama
Donnerstag, 13. Juni 2019 12:46 Uhr
Tötung männlicher Eintagsküken ist nur übergangsweise zulässig
Samstag, 08. Juni 2019 12:23 Uhr

Lügde (red). Ein Met, dazu stimmungsvolle Musik und wilde Gaukelei - diese und viel weitere Programmpunkte machen ihn aus, den mittelalterlichen Liuhidi-Markt in Lügde. Das Ambiente zwischen historischer Stadtmauer samt Stadtturm und Emmer lädt geradezu dazu ein in eine frühere Zeit einzutauchen, Teil des Lagerlebens zu werden und eine alte Epoche aufleben zu lassen. +++ „Liuhidi“ – das ist der alte Name Lügdes, wie er schon im 8. Jahrhundert in den fränkischen Reichsannalen erschien. Er wurde zum Synonym für einen Mittelaltermarkt mit ganz eigenem Charakter. Mittelalterakteure, wie Handwerker, Händler, Söldner, Ritter, Knechte, Gaukler und Musikanten erschaffen erlebbares Mittelalter und Aktionen wie das Kinderritterturnier, Knappentraining, Bogenschießen, Armbrustschießen, Schmieden und Korbflechten machen den Markt besonders familien- und kinderfreundlich. Als ganz besonderes Highlight tritt in diesem Jahr die Musikgruppe Poeta Magica auf. Das Ensemble wurde 1992 gegründet und ist europaweit für ihre lebendige und virtuose Musik aus verschiedenen Ländern bekannt. Mit ihrem unbegrenztem Repertoire, der unglaublichen Instrumentenvielfalt und den abwechslungsreichen Programmen aus dreißig Jahren Bühnenerfahrung genießt das Ensemble einen legendären Ruf. 

Neben Poeta Magica dürfen sich die Besucher auch auf das Duo Asa-tru freuen. Phias Pendragon und Barni der Weltenbummler begeistern immer wieder auf Märkten, Straßenfesten, Familienfeiern und historischen Banketten die Besucher mit reichlich Musik, Narreteien, Spiel, Jonglage und Feuergaukeleien. Bereits bei dem letzten Liuhidi-Markt konnten sich die Gäste davon überzeugen und auch in diesem Jahr ist das Duo wieder Teil des Liuhidi-Marktes. Auch Jonny Robels ist dem ein oder anderen vielleicht noch ein Begriff. Er wandelt mit seiner Musik auf den alten Pfaden der keltischen Barden und versucht sich ihr Bewusstsein darin zu erschließen. Seine Musik kommt aus dieser Tradition, entwickelt aber auch eigenen Ansichten im Austausch mit anderen Einflüssen. Zudem komponiert und textet er auch selbst, zum Teil sogar in bretonischer Sprache. 

Besonders die Kinder kommen beim Liuhidi-Markt auf ihre Kosten: Bei zahlreichen Aktionen wie einem Kinderritterturnier, Bogenschießen und Animationen für das Jung- und Altvolk mit historischen Brett-, Riesen- und Feldspielen sind die kleinen Besucher zum Mitmachen eingeladen.

Neben den bereits genannten Programmpunkten erwarten die Besucher viele weitere Aktionen, diverse Stände und Lager. Auch der Marktvogt und der Buckelige vom letzten Liuhidi-Markt sind wieder dabei. Doch nicht nur das Programm kann sich in diesem Jahr wieder sehen lassen. Auch das kulinarische Angebot lässt keine Wünsche offen. Die Auswahl reicht von Knoblauchbrot, Spätzle und Sauerkraut über diverse Fleisch- und Käsesorten bis hin zu Falafel, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Abgerundet wird das gastronomische Angebot mit dem klassischen Met sowie verschiedenen Biersorten.

Der diesjährige Liuhidi-Markt bietet ein buntes Programm und lässt die Besucher in eine Reise in die Vergangenheit machen und das Lagerleben hautnah miterleben. Der Markt öffnet am Samstag (15. Juni) von 12:00 bis 23:00 Uhr und am Sonntag (16. Juni) von 12:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 €, Kinder unter Schwertmaß sind frei. Weitere Infos unter www.liuhidi.de

Fotos: Lügde Marketing

Montag, 03. Juni 2019 10:42 Uhr

Niedersachsen (red). Jetzt ist es amtlich: Das Bundeskabinett hat die E-Scooter ab Juni auch für Deutsche Straßen zugelassen. Damit steht der neuen Mobilität und dem Fahrspaß für viele Menschen nichts mehr im Weg. Doch bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h kann ein Sturz zu schwersten Kopfverletzungen führen. Prof. Dr. Uwe Kehler, Chefarzt der Neurochirurgie und Prof. Dr. Lars Gerhard Großterlinden, Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Altona in Hamburg warnen eindringlich vor den Risiken und appellieren, die E-Scooter nicht ohne Helm zu nutzen.

Bereits 14-Jährige können ab kommendem Monat die neuen E-Scooter fahren. Da diese "nur" bis zu einer Höchstgeschwindigkeit bis 20km/h zugelassen sind, hat der Gesetzgeber zwar einen Versicherungsschutz, aber keine Helmpflicht vorgeschrieben. „Wir haben ja bereits langjährige Erfahrungen mit Fahrradfahrern, die ohne Helm fahren und dann mit schweren Verletzungen in unsere Klinik kommen“, so der Chefarzt der Neurochirurgie. „Dabei können typische Kopfverletzungen wie Schädelhirntrauma, Hirnblutungen, Subdural- oder Epiduralhämatome oder Hirnödeme nachweislich teilweise oder sogar ganz durch das Tragen von Helmen verhindert werden.“ Die Folgen solcher Verletzungen reichen von Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen über epileptische Anfälle, Lähmungen, Sprachstörungen bis zu Pflegebedürftigkeit, Wachkoma und Tod. „Und tatsächlich sind Kinder und Jugendliche noch gefährdeter als Erwachsene. Sie sind weniger aufmerksam und vorausschauend und fahren risikoreicher“, warnt Prof. Dr. Kehler.

Eine Studie aus den USA, die von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kürzlich veröffentlicht wurde, bestätigt die hohe Gefahr von Kopfverletzungen bei der Nutzung von EScootern. Untersucht wurden Verletzungen in der texanischen Hauptstadt Austin im Zeitraum September bis November 2018. Von den dort identifizierten 190 verletzten E-Scooter-Fahrern erlitten 45 Prozent Kopfverletzungen. Praktisch kein Fahrer trug einen Helm. „E-Scooter sind bei allem Fahrspaß grundsätzlich einfach nicht ungefährlich, wie wir aus den Erfahrungen in anderen Ländern wissen“, warnt auch der Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie. So erlitten 70 Prozent der verunfallten E-Scooter-Fahrer in Austin Verletzungen an den oberen Gliedmaßen wie Händen, Handgelenken, Armen und Schultern, 55 Prozent erlitten Verletzungen an den unteren Gliedmaßen. 

„Ich hoffe, dass das, was bei Skifahrern mittlerweile ja Usus ist, sich auch bei den zukünftigen EScooter-Fahrern von Beginn an etablieren wird: Kopf schützen! Helm tragen!“, appelliert daher Prof. Dr. Kehler eindringlich. „Und dabei haben die Erwachsenen eine entscheidende Vorbildfunktion.“

Foto: Asklepios Klinik Altona

 

 

Montag, 20. Mai 2019 09:51 Uhr

NRW (red). 75 Prozent der rund 150 wichtigsten Nutzpflanzen auf der Welt profitieren von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten. Aber Biene ist nicht gleich Biene. Während bei den gezüchteten Honigbienen die Zahl der Völker in menschlicher Obhut steigt, nimmt die Zahl ihrer wildlebenden Verwandten – deutschlandweit ca. 560 verschiedene Arten – über die Jahre deutlich ab. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten sind in Nordrhein-Westfalen über 50 Prozent der Wildbienen und Wespen gefährdet. Aber gerade die Wildbienen sind entscheidend für die Bestäubung etwa von Obstbäumen, denn sie fliegen im Gegensatz zur Honigbiene immer, so auch bei kühlfeuchtem Frühlingswetter.

Zum morgigen Weltbienentag erklärt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: "Weniger Wildbienen, bedeuten weniger Obsternten, weniger Blütenpflanzen, weniger Singvögel und damit weniger Vielfalt insgesamt. Diese Negativkette müssen wir gemeinsam durchbrechen, das liegt in unserem ureigenen Interesse. Die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist Kernanliegen der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Naturschutzpolitik. Dies gilt insbesondere für die Bienen. Sie sind Bestandteil unsere Lebensversicherung der Artenvielfalt."

Der Verlust von Lebensräumen etwa durch intensive Flächennutzung infolge von Bebauung, Land- und Forstwirtschaft, Änderungen des Nährstoff- und Wasserhaushalts sowie Bodenschatzgewinnung, sowie der Einfluss des Klimawandels und gebietsfremde, invasive Arten setzen nicht nur den Wildbienen zu, sondern die gesamte Artenvielfalt unter Druck. Heinen-Esser: "Wir müssen zweigleisig fahren: Einerseits müssen wir die bereits bekannten Ursachen angehen und andererseits müssen wir durch den Aufbau solider Forschung noch offene Fragen klären. Beides müssen wir parallel tun."

Bereits 2017 startete NRW als erstes Bundesland eine Langzeitstudie zum Insektenschwund: Bis Ende 2022 wird auf 120 Probeflächen die aktuelle Situation blütenbestäubender Insekten überprüft, ein gemeinsames Forschungsvorhaben mit der Universität Osnabrück wird den kommenden drei Jahren die statistisch valide Datengrundlage für weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Insektenrückgangs ermitteln. Am 03. Juni findet mit Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Heinen-Esser ab 11:00 Uhr in den Düsseldorfer Rheinterrassen der Kongress "Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren" statt.

 

Samstag, 18. Mai 2019 11:47 Uhr

NRW (red). 16.000 Tonnen Müll sind es im Jahr, die rechts und links von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und auf den Parkplätzen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßen.NRW-Meistereien und beauftragten Firmen eingesammelt werden. Eine Sisyphos-Arbeit, glaubt man den Männer und Frauen in der leuchtend orangenen Warnkleidung, die oft dicht neben der Fahrbahn mit der Müllzange unterwegs sind: "Wir säubern eine Fläche und kaum sind wir weg, fliegen die nächsten Flaschen und Tüten aus dem Fenster", ist Stefan Hübner, Kolonnenführer und seit 33 Jahren Straßenwärter der Autobahnmeisterei Lüdenscheid, genervt.

Tütenweise Hausmüll auf den Rastplätzen

Nicht nur den Straßenwärterinnen und Straßenwärter "stinkt" der Müll. Auch viele Verkehrsteilnehmer nervt der Dreck. Da raten Plakate am Straßenrand zur Pause, auch das Auto selbst meldet sich mit einer stilisierten Kaffeetasse und mahnt eine Rast an. Nur beim kurzen Stopp an einem Parkplatz ist sofort zu sehen: Es waren schon andere da und die haben ihren Müll einfach liegen gelassen. Der Ort für eine entspannte Pause sieht anders aus. "Gerade dort, wo es keine Bewirtschaftung gibt, bleibt vieles liegen", weiß Jens Kaminski, Betriebsdienstleiter der Straßen.NRW-Autobahnmeisterei Lüdenscheid. Sein Team fährt im wöchentlichen Rhythmus die Rastplätze an und säubert sie. Allerdings: Was die Straßen.NRW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufsammeln, ist längst nicht nur Reisebedarf. Tütenweise stapelt sich der Hausmüll neben den bereitstehenden Abfalltonnen. Und auch auf den Wiesen zwischen den Parkbuchten und rings um die Sitzgelegenheiten finden sich die prall gefüllten Müllsäcke. "Oft wird es wohl im Vorbeifahren einfach aus dem LKW oder Auto geworfen."

Zwei Mal in der Woche leert eine Vertragsfirma die Müllbehälter auf den Parkplätzen. In den Ferien werden die Müllbehälter sogar dreimal wöchentlich geleert. Eine Grundreinigung steht eigentlich einmal im Jahr an. Doch das reicht vor allem in den Ballungsgebieten kaum aus. Denn das blaue Schild "Rastplatz bitte sauber halten" wird von zu vielen ignoriert.

Rentner sammelt am Radweg Müll ein

Was auf den Rastplätzen rücksichtslos in die Umwelt geworfen wird, ist schon ein großer Müllberg. Doch auch rechts und links der Straßen und Radwege sammeln sich Flaschen, Kaffeebecher und Verpackungen von Hamburger und Co. Willi Klauke gehört nicht zum Team von Straßen.NRW, ist aber dennoch vor allem im Frühjahr unterwegs, um die Natur vom Müll zu befreien. 15.000 Kilometer hat der Rentner in den vergangenen zwei Jahren mit dem Fahrrad zurückgelegt – überwiegend im Sauerland. Immer im Blick: der Müll in den Böschungen. In einer langen Mail an Straßen.NRW hat er aufgelistet, was er in nur drei Tagen zusammengesammelt hat: 120 Bierflaschen, 60 Wein-, Sekt- oder Schnapsflaschen, 90 PET-Flaschen, 200 Getränkedosen und jede Menge Flachmänner. Das war Februar 2018. In diesem Frühjahr war es ein Mehrfaches, was er aus den Gräben und Böschungen entfernte. Allein an einem Parkplatz kamen 62 Wein und Sektflaschen, dazu Flachmänner, Piccolofläschchen und drei Eimer sonstiger Müll zusammen. Mit dem Rad hat der Rentner das nicht mehr einsammeln können: Er kam ein zweites Mal mit dem Auto zum Müllentsorgen. 

Straßen.NRW-Direktorin appelliert an Verkehrsteilnehmer

Klauke appelliert in seinem Schreiben an den Straßenunterhaltungsdienst und wünscht sich mehr Aktivität. Ein Wunsch, der mit den vielfältigen Aufgaben der Straßen.NRW-Meistereien, allerdings kaum zu vereinbaren ist. Das bundesweit gültige Leistungsheft für die Arbeiten der Straßenunterhaltung sieht für "Leistung 4.21: Abfälle und Müllablagerungen entlang der Strecke einsammeln und entsorgen" den Turnus "1" vor. Das bedeutet, dass einmal pro Jahr gereinigt werden kann. "Auch wenn wir die Notwendigkeit sehen, häufiger zu reinigen, bleibt dafür kaum Spielraum", sagt die Direktorin von Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek. Sie kann die Anliegen von Bürgern gut verstehen, allerdings "liegt unser Hauptaugenmerk auf der Verkehrssicherheit, da hat die Abfallbeseitigung nicht oberste Priorität." Die Chefin des Landesbetriebes und vor allem all die Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich auf der Strecke unterwegs sind, appellieren darum an alle Verkehrsteilnehmer, selbst Verantwortung zu übernehmen und Rastplatz und Straße ein wenig wie den eigenen Vorgarten zu behandeln. Und wer würde dort Kaffeebecher und Cola-Flasche entsorgen? 

Hintergrund

  • Speisereste im Müll stellen ein ganz besonderes Problem dar. Denn sie können zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beitragen. Seit 2014 breitet sich diese hochansteckende Tierseuche nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Europa aus. Fleisch oder Fleischerzeugnisse von infizierten Tieren können diese Krankheit übertragen. Reisende oder Fernfahrern sollten Speisereste deshalb an Tankstellen, Raststätten oder Autobahnparkplätzen nicht achtlos wegwerfen.
  • Jedes Jahr fallen rund 80.000 Personenstunden für das Einsammeln der Abfälle an. Das entspricht ungefähr 50 Vollarbeitskräften. Allerdings erledigt Straßen.NRW nicht alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit Müll durch eigenes Personal. Zum Teil beauftragt der Landesbetrieb auch Fremdfirmen.
  • Pro Jahr kostet es knapp sieben Millionen Euro, diese "Fremdabfälle" zu entsorgen. Im Gegensatz zu den Kommunen kann Straßen.NRW diese Ausgaben nicht über Gebühren refinanzieren. Sie gehen damit vollständig zu Lasten anderer wichtiger Aufgaben.
  • Müll und Mähen passen nicht zusammen. Auch wenn in der Regel im Vorfeld der Grünpflege Müll eingesammelt wird, bleibt einiges im dichten Gras verborgen und wird vom Mäher geschreddert. Vor allem Plastikabfälle werden so zum Umweltproblem.

Foto: Straßen.NRW

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