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Montag, 26. Januar 2026 Mediadaten
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Brakel (TKu). Tosender Jubel, gespannte Erwartung und eine ausgelassene Stimmung prägten den vergangenen Samstagabend in der vollbesetzten Stadthalle Brakel. Die närrische Veranstaltung war ausverkauft, berichtet der Karnevalsverein. Erstmals feierte der Karnevalsverein „Brakel Radau“ hier den Höhepunkt des Saalkarnevals: die feierliche Proklamation der neuen Karnevalsprinzessin der Session 2026. Um exakt 21.32 Uhr wurde es besonders spannend. Der rote Samtvorhang schloss sich, eine geschlossene Sänfte, beziehungsweise geheimnisvolle Kiste, wurde durch den langen Mittelgang getragen und auf der Bühne abgestellt. Wenige Augenblicke später entstieg ihr Friederike Antonia Conze im netheauengrünen Festkleid. Mit ihrem Auftritt brandete tosender Applaus auf: Die 41-jährige Brakelerin ist die neue Karnevalsprinzessin und regiert die Brakeler Narrenschaft nun gemeinsam mit Prinz Mark I. Elberg, dem „vorbildlich lenkenden Superjeck“.

Proklamiert wurde sie im Rahmen des „Karnevals für Jedermann“ von Vereinspräsident Steffen Rehermann, der es als große Ehre bezeichnete, das neue Prinzenpaar in den royalen Stand der Tollitäten aufzunehmen. Fortan führen „Prinzessin Friederike I., die rasant tanzende Frohnatur“ und „Prinz Mark I.“ gemeinsam das Narrenschiff durch die fünfte Jahreszeit. Friederike Antonia Conze ist gelernte Industriekauffrau, arbeitet als Assistentin der Geschäftsleitung im Familienbetrieb „Die Pflege“ und ist seit 2007 aktives Mitglied im Karnevalsverein „Brakel Radau“. Sie stammt ursprünglich aus Siddessen, lebt mit ihrem Ehemann in Brakel und ist eine echte Vollblutkarnevalistin. Im Verein engagiert sie sich unter anderem als Vorsitzende des Elferrats. Schon als kleines Mädchen hatte sie den Traum, einmal Prinzessin zu werden. In ihrer Freizeit ist sie sportlich aktiv und leidenschaftliche Marathonläuferin; ihre persönliche Bestzeit erzielte sie im vergangenen Jahr in Bremen mit 3:46 Stunden. Gemeinsam mit ihrem Mann, den beiden Hunden und dem familieneigenen Wohnwagen „Eribette“ verbringt sie gerne ihre Urlaube. Im kommenden Jahr feiert sie ihre 20-jährige Mitgliedschaft bei „Brakel Radau“.

An ihrer Seite steht Prinz Mark Elberg (55), für den diese Session ebenfalls eine ganz besondere Bedeutung hat. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Karnevalsvereins, der vor 33 Jahren ins Leben gerufen wurde. Nach Gründungspräsident Thomas Koch prägte Elberg den Verein 26 Jahre lang als Präsident maßgeblich und machte Brakel zu einer regionalen Karnevalshochburg. Vor zwei Jahren zog er sich aus der ersten Reihe zurück und wurde für seine Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt. Nun ist er Prinz im 33. Jubiläumsjahr von „Brakel Radau“. „Mit dieser Prinzessin an meiner Seite bin ich überglücklich“, betonte Elberg sichtlich bewegt. Auch seine Familie ist fest mit dem Brakeler Karneval verbunden: Seine Ehefrau Andrea war vor 25 Jahren gemeinsam mit Stephan Wetzel Teil des damaligen Prinzenpaares. Gründungsmitglied geehrt: Thomas Koch wurde anlässlich des 33-jährigen „jecken Jubiläums“ des Vereins für seine Verdienste ausgezeichnet und als äußerst beliebter „Mr. Karneval“ gefeiert.

Zuvor hatte sich das scheidende Prinzenpaar Verena und Andreas Futoma mit viel Wehmut vom Narrenvolk verabschiedet. Anschließend bot sich den Gästen ein abwechslungsreiches und hochklassiges Bühnenprogramm. Gruppen wie die Wilden Hühner, die Nethesterne, die blau-weiße Garde aus Brakel, Rott 5 aus Nieheim, die Drohndancer aus Brakel sowie das Tanzcorps Kölsche Vita sorgten mit Gardetänzen und Showeinlagen für Begeisterung. Humorvoll und souverän führten Präsident Steffen Rehermann und zeitweise auch Prinz Mark Elberg durch den Abend. Zahlreiche befreundete Karnevalsgesellschaften und Vereine aus der Region waren mit Abordnungen zu Gast und feierten gemeinsam mit den Brakeler Närrinnen und Narren. Erst spät am Abend fand das offizielle Programm mit einem großen Finale seinen krönenden Abschluss. Doch damit war noch lange nicht Schluss: In der Stadthalle wurde anschließend bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen weitergefeiert.

Fotos: Simone Kube

 

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