Brakel (red). Das Kolping-Berufsbildungswerk Brakel (KBBW) erhält einen Förderbescheid in Höhe von 2.360.000 Euro aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Mit der Förderung sollen umfassende Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden, um die Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte berufliche Bildung nachhaltig zu verbessern.
Insgesamt plant das KBBW Investitionen in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro in den Jahren 2026 und 2027. Der Eigenanteil der Einrichtung beträgt zehn Prozent beziehungsweise etwa 262.000 Euro.
Investitionen in Ausstattung und Infrastruktur
Die Fördermittel fließen sowohl in die Modernisierung der technischen Ausstattung als auch in bauliche Maßnahmen. Geplant ist die Erneuerung der Ausbildungsstandards in den Bereichen Küche, Lager, Bautechnik, Holztechnik und Metalltechnik.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Neubau einer Ausbildungshalle. Dort sollen künftig die Ausbildungsbedingungen für die Berufe Fachpraktiker/in Zweiradmechatronik, Fachpraktiker/in für Recycling sowie Fachpraktiker/in Anlagenmechanik SHK auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.
Ausbau des Wohnangebots für Auszubildende
Parallel dazu wird das Wohnangebot für Auszubildende erweitert. Vorgesehen ist die Schaffung von zwei neuen Wohngruppen. Darüber hinaus wird eine bestehende Wohngruppe umgebaut: Zimmer werden zu zwei Appartements umgestaltet, um die soziale Integration und Teilhabe der Auszubildenden am Bildungsstandort zu stärken.
„Mit unseren geplanten Investitionen wollen wir für zukünftige Fachkräfte in der Region sorgen und somit zu einer Stärkung des Kreises Höxters beitragen“, betont Dietmar Mantel, Geschäftsführer des Kolping-Berufsbildungswerkes Brakel.
Auch die Bezirksregierung sieht in dem Projekt einen wichtigen Impuls für den Arbeitsmarkt. „Das Kolping-Berufsbildungswerk Brakel qualifiziert junge Menschen und Erwachsene praxisnah für den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Lernort eröffnet berufliche Zukunftsperspektiven und unterstützt durch gut ausgebildete Fachkräfte die Betriebe in Ostwestfalen-Lippe. Die Erweiterung der Ausbildungsfläche, die Anschaffung neuer Maschinen für die Ausbildungswerkstätten und die Sanierung der Wohnräume steigern die Attraktivität des Bildungswerkes. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert dieses Projekt daher sehr gern“, sagte Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling.
Foto: Jana Sudhoff